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Allgemeine Informationen über den Zürichsee PDF Drucken E-Mail
Halbinsel Au, ZürichseeWann ist die "richtige" Jahreszeit, um im Zürichsee zu tauchen? Wie sind die Temperaturen in den unterschiedlichen Tiefen? Was brauchst du sonst noch zu wissen, falls du noch nie im Zürichsee getaucht hast?

Jahreszeit: Die Antwort zur ersten Frage ist abhängig von deinem Tauchanzug und zu einem gewissen Teil auch von deiner Taucherfahrung. Für Taucher in Nassanzügen beginnt die Saison (in Abhängigkeit vom Wetter im betreffenden Jahr) etwa im Mai und dauert bis etwa Anfang Oktober.

Temperaturen: Die Wassertemperatur kann im Sommer an der Oberfläche über 24 Grad Celsius erreichen. Das ist wärmer als die Gewässer an vielen Tauchferien-Destinationen! Im Sommer kannst du im Zürichsee viele Schwimmer beobachten; folglich ist das Wasser warm. Während dem Abstieg sinkt die Wassertemperatur, und normalerweise bemerkst du diesen Temperaturrückgang in Form einer "Sprungschicht". Im Sommer befindet sich diese Sprungschicht normalerweise auf einer Tiefe von etwa 12 Metern und markiert den Übergang von warmem zu kaltem Wasser. Zeitweise gibt es auch noch eine zweite Sprungschicht auf einer grösseren Tiefe (beispielsweise 20 Meter); sie markiert dann den Übergang von kaltem zu sehr kaltem Wasser. Sobald du in Tiefen von 30 bis 40 Metern abtauchst, wird die Temperatur immer um 4 bis 6 Grad sein.

Auf dem Internet kannst du Informationen über Wassertemperaturen finden - beispielsweise stellt wiewarm.ch aktuelle und historische Angaben über die Temperaturen im Zürichsee zur Verfügung.

Wärmeschutz: Lass dich von diesen Temperaturen nicht abschrecken. Im See verwenden wir dickere Nassanzüge (normalerweise 7mm, zweiteilig; dazu Haube und Handschuhe) oder Trockenanzüge. Aber der Umstand, dass du dickere Anzüge tragen musst, sollte dich nicht von der Möglichkeit abhalten, hier zu tauchen. Oder würdest du dich etwa weigern, das Haus zu verlassen, nur weil das Wetter nicht gut genug ist, um nur ein T-Shirt zu tragen?

Taucher in Nassanzügen werden sich eher in den flacheren Gegenden des Sees aufhalten - oberhalb etwa 18 Meter. Zudem ist für sie das Tauchen auf die Wärmeren Monate beschränkt (Temperaturangaben für die entsprechenden Jahreszeiten siehe oben). Manchmal machen sie kurze Abstecher auf grössere Tiefen, um dann wieder in wärmere Tiefen aufzutauchen. Alle Nassanzüge werden mit zunehmender Tiefe komprimiert, was wiederum zu schlechteren Isolationseigenschaften führt. Folglich ist die Verwendung eines Trockenanzuges für jene Taucher überaus sinnvoll, die längere Zeit in grösseren Tiefen verbringen möchten.

Ein Trockenanzug ermöglicht es dem Tuacher, längere Tauchgänge in allen Tiefen (innerhalb der vorgeschriebenen und persönlichen Limiten) durchzuführen - das ganze Jahr über. Denjenigen, die noch nie mit einem Trockenanzug getaucht haben, wird eine entsprechende Ausbildung durch einen qualifizierten Instruktor strengstens empfohlen.  Es ist nicht schwierig, mit einen Trockenanzug zu tauchen, benötigt aber in der Regel eine gewisse Angewöhnungs-Zeit. Ein Trockenanzug funktionniert grundsätzlich anders als ein Nassanzug. Der Taucher trägt einen dicken sog. Unterzieher unter dem Trockenanzug, und der Anzug selber wird mit Luft gefüllt. Diese Luft sorgt für eine bessere Isolation, was dem Taucher längere Tauchgänge erlaubt, ohne die kälteren Temperaturen wahrzunehmen.

Steven Smith in einem Viking Pro 1000 Military TrockentauchanzugSicht: Die Sicht ist stark von der Tiefe, dem Tauchplatz und der Jahreszeit abhängig. Der beste Zeitpunkt für einen Tauchgang im Nassanzug ist zwischen Ende April und Anfang Juni. Zu dieser Zeit wird das Wasser bereits aufgewärmt, doch die Sicht hat sich noch nicht verschlechtert. Eine Sichtweite von 8 Metern ist üblich auf Tiefen bis zu 20 Metern. Sobald im Sommer die Wassertemperaturen weiter steigen, sinken die Sichtweiten in den wärmeren (flacheren) Teilen des Sees im schlimmsten Fall bis auf ein oder zwei Metern. Zudem leisten an beliebten Tauchplätzen wie z.B. dem WZT grosse Gruppen von Tauchschülern ihren Beitrag zur Verminderung der Sicht, indem sie Sedimente aufwirbeln.

Ein Absteig unter die Sprungschicht (siehe weiter oben im Abschnitt über Temperaturen) bringt dich in kälteres Wasser, gleichzeitig steigt die Sicht aber merklich an - sie kann Werte von 20 bis 30 Metern erreichen, abhängig davon, wie viel Licht von der Oberfläche bis in diese Tiefe vordringt. Normalerweise befindest du dich in einer Tiefe von 40 Metern in sehr klarem Wasser, aber es ist dunkel. Eine gute Tauchlampe erhellt dir dabei die Umgebung - und die phantastische Sicht wird lediglich durch die Reichweite deiner Lampe begrenzt. Die Dunkelheit rührt daher, dass aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse in den obersten Wasserschichten die Menge des bis in die Tiefe dringenden Lichtes vermindert wird. Im Frühling herrschen auf 30 Metern Tiefe oft Lichtverhältnisse, die mit der Dämmerung vergleichbar sind.

 
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