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Flora und Fauna im Zürichsee PDF Drucken E-Mail
EgliEgli eggsHecht
Oft werden wir gefragt, was es denn im Zürichsee zu sehen gibt. Die meisten denken, dass der See lediglich voller alter Fahrräder und Abfällen sei. Von der Wahrheit kann man sich wohl kaum weiter entfernen... Fische: Viele verschiedene Arten von Fischen bewohnen den Zürichsee. Fischer an den Ufern und Fischerboote auf dem See zeugen davon. Die am häufigsten vertretene Spezies ist der Egli, ein bis zu 30 oder 40 cm langer Fisch mit breiten dunklen Streifen auf hellem Grund. Eglis können manchmal in grossen Schwärmen in der Grössenordnung von mehreren hundert Tieren beobachtet werden. Sie halten sich gerne im Schutze von grossen Objekten (z.B. Röhren) auf. Des öfteren findet man sie auch auf den Speisekarten von Restaurants in der Nähe.

Hecht sind ebenfalls weit verbreitet, aber schwieriger aufzufinden. Taucher, die langsam und entspannt tauchen, werden dafür unter Umständen mit dem Anblick eines Hechts mit einer Länge von bis zu einem Meter belohnt! Der Hecht ist oft sehr scheu und bewegt sich nicht, um dann schnell wegzuschwimmen, sobald man sich ihm nähert. Sie schimmern silbern und haben grosse Kiefer; oft kann man sie auch an einigen Tauchplätzen bei Nacht beobachten.

SeeschneckeMuscheln
Wirbellose Tiere: Tauchen im Zürichsee macht bei Weitem mehr Spass, wenn man auf die kleinen Dinge achtet. Weil wir keine Haie oder farbenfrohe tropische Fische sehen können, gehst du es lieber ein wenig langsamer an und du wirst gleich vor deinen Augen eine Unzahl von Lebewesen finden. Scharen von Muscheln besetzen beinahe jeden Stein und jedes Rohr. Schau sie dir aus der Nähe an und du wirst sehen, wie sie Wasser "ausspucken" - ein Zeichen dafür, dass sie das Wasser filtern und sich auf diese Weise ernähren. Schau dir auch den Grund genau an, und du wirst ein Spuren entdecken, die kreuz und quer verlaufen - und am Ende findest du eine etwa 5 cm lange Schnecke, die sich ihren Weg bahnt. Vielleicht machst du einen Nachttauchgang; halte dann kurz inne und halte deine Lampe ruhig. Möglicherweise siehst du eine Wurm-ähnliche Kreatur, die sich mittels Verdrehen ihres Körpers durch das Wasser bewegt.

Hast du jemals gedacht, du würdest unter Wasser winzige Spinnen finden? Während deinem nächsten Nachttauchgang beleuchte mit deiner Lampe eine Pflanze oder mit Pilzen bewachsene Stelle. Nun kannst du winzige Spinnen, die herumrennen (resp. herumschwimmen). Man braucht ein wachsames Auge dafür, aber mit ein wenig Übung wirst du realisieren, dass der See voller Lebewesen ist, die du bis jetzt nicht einmal wahrgenommen hast.

PflanzePlants: In den seichteren Gebieten wirst du viele Arten von Pflanzen sehen, wie zum Beispiel Gras-ähnliche Pflanzen oder solche, die bis zu einem Meter hoch wachsen können. Hechte verstecken sich bevorzugt in Gebieten mit viel Moos - schau dir also diese kleinen grünen Mini-Dschungel ein bisschen genauer an. Tiefer unten, wo kein natürliches Licht mehr hin gelangt, solltest du mit deiner Lampe den Grund beleuchten. Solange der Grund nicht aufgewirbelt wird, kannst du oft grosse von Pilz bewachsene Felder erkennen. Die Farben reichen von Grüntönen über Orange bis hin zu Schwarz, und manchmal hast du das Gefühl, du betrachtest ein gigantisches Bild, das weiter reicht als dein Auge es erblicken kann.

Gesteinsformationen: Einige Tauchplätze haben einen flachen Grund, andere einen abfallenden Grund, der von Wänden und Formationen durchsetzt wird, die an Klippen erinnern. Vor allem tiefer unten, wo die Sicht gut ist, können diese Formationen Taucher richtiggehend beeindrucken. Das Gefühl, kraft- und lautlos an einer Steilwand vorbeizugleiten, lieben fast alle Taucher. Oftmals finden sich auch kleine Überhänge unter diesen Klippen. Begebe dich darunter und schau zu, wie sich deine eigenen Blasen an der Decke sammeln, um wie ein Fluss in den Ritzen des Gesteins über dir zu verschwinden. Später siehst du möglicherweise deine eigenen Blasen aus dem Gestein hervortreten; und es scheint, als spucke ein Mini-Vulkan kleine Partikel aus.

 
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